Gitta Edelmann

Herausgeberin der ersten Anthologie der WeinSchreibereien


Hallo,
 
ich bin Gitta Edelmann, die Lektorin für die erste Weinschreiberei-Anthologie.
 
Ich bin Berufsautorin, freie Lektorin, Dozentin für Kreatives Schreiben und Schreibcoach. Für mehrere große Verlage schreibe ich, zum Teil unter Pseudonym, Kriminelles, Romantisches, Historisches und Fantasy für Erwachsene und Kinder. Außerdem bin ich Übersetzerin und habe Erfahrung als Herausgeberin von Anthologien.
Ich bin aktives Mitglied in verschiedenen Autor:innennetzwerken und -verbänden und im Vorstand des VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in NRW.
 
Warum ich bei den WeinSchreibereien mitmache?
Weil ich die Idee eines kurzen Stipendienaufenthalts so wunderbar fand. Ich durfte eine Woche lang in Eltville leben und wirken und recherchieren und mich dort wohlfühlen.
Weil mich das Gesamtprojekt fasziniert hat, das Schreibende von überall her in den Rheingau führt und sie das, was die Region ausmacht, aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln in abwechslungsreiche Geschichten umsetzen lässt.
Weil ich meine Kenntnisse als Lektorin hier einbringen und nicht nur mit vielen Kolleginnen und Kollegen arbeiten kann, sondern ebenso mit einem tollen Orga-Team.
 
Lektorate kenne ich sowohl als Autorin als auch als Lektorin. Immer wieder stoße ich jedoch auf Missverständnisse, was ein Lektorat ist bzw. sein sollte.
Fangen wir damit an, was ein Lektorat nicht ist: Ein Lektorat ist kein Korrektorat. Es geht hier nicht nur um Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung, obwohl es das beinhalten kann. Das Korrektorat kommt später.
Ein Lektorat ist auch kein Tummelfeld für eine Lektorin, die anderen ihre eigenen Ideen, ihre eigene Sprache, ihren eigenen Stil aufzwingen will, weil sie die besser findet.
Vor allem ist es keine Kritik an einer Autorin oder einem Autor.
Lektorieren heißt, den Text besser zu machen, ohne ihm die ursprüngliche Stimme zu nehmen. Alle Änderungsvorschläge werden abgesprochen, das letzte Wort hat immer die Urheberin oder der Urheber.
 
Worauf ich z. B. bei einer Kurzgeschichte achte:
Ist die Geschichte stringent erzählt, also schlüssig und einleuchtend, oder gibt es Brüche, unlogische Passagen, sachliche Fehler?
Gibt es unnötige Längen, die den Text zäh machen? Wie kann man diese straffen?
Gibt es Stellen, die zu knapp erzählt werden? Würde der Text durch mehr Ausführlichkeit gewinnen?
Wie sind Sprache und Stil? Passt alles zusammen? Gibt es Brüche? Wortwiederholungen? Ungeschickte Formulierungen? Umständlichen Satzbau?
Und ja – ich achte automatisch auch schon auf die Punkte eines Korrektorats, selbst wenn die Korrektorin später noch einmal genauer arbeitet.
 
Als Herausgeberin stelle ich diese Geschichten schließlich so zusammen, dass sie ein möglichst abwechslungsreiches Lesevergnügen ergeben.
 
Also – seien Sie gespannt!

Gitta Edelmann, Herausgeberin des ersten Bandes der Anthologie-Reihe



gitta-edelmann.de